Was wäre wenn …? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns bis einschließlich 2024 im Urban Lab Nürnberg – unser neues Projekt, dank der Nationalen Stadtentwicklungspolitik.

Gesellschaften fällt es nicht leicht, sich mit Bedrohungen wie dem Klimawandel auseinanderzusetzen, die weit weg und dadurch abstrakt erscheinen. Wir ändern dies, indem wir die Bedrohung ins Hier und Jetzt holen und damit rechtzeitig eine co-produktive Bearbeitung durch die Nürnberger Stadtgesellschaft ermöglichen.

Dazu haben wir ein wissenschaftlich fundiertes, fiktives Krisenszenario entwickelt, dessen Folgen nun erprobt werden sollen. Wir rufen die Nürnberger Zivilgesellschaft und die Wirtschaft der Stadt dazu auf mit ihren Ideen schon jetzt die Lösungen von Morgen zu entwickeln – damit sich Nürnberg auf zukünftige Problemstellungen rechtzeitig vorbereiten und Krisen selbstbewusst bewältigen kann. Um die Realisierung zu ermöglichen stellen wir Expert*innen, Finanzierung und Infrastruktur bereit. So können Ideen und Projekte aus der Mitte der Stadtgesellschaft heraus entwickelt werden. Unterstützung finden ausgereifte Konzepte ebenso wie vage Ideen, die wir beim Heranwachsen zu wirksamen Projekten begleiten. Qualifizierung und Förderung gehen Hand in Hand, Schwellen werden eliminiert und Entscheidungen co-produktiv getroffen. So entsteht ein einzigartiges Umfeld, in dem Ideen, Menschen und Netzwerke, die sich für ihre Stadt einsetzen, gedeihen können.

Wir stellen uns vor es ist 2035: Nürnberg ist getroffen von einer anhaltenden Hitzewelle. Die zivile Stadtgesellschaft wird konfrontiert mit Dürre, Wasserknappheit und Brandgefahr. Während wir Anfang April noch euphorisch die Eröffnung der Freibäder feiern (geil!), spitzt sich die Situation im Laufe des Jahres immer weiter zu: Unsere Innenstadt wird zum Backofen, der Wöhrder See zum Hot Tub, der Reichswald entflammt. Das Wasser wird rationiert. Doch was bedeuten diese Dinge konkret für jede*n Einzelne*n, für das Leben und die Wirtschaft in der Stadt? Wie können wir uns als Stadtgesellschaft stärken, um den Widrigkeiten von Morgen selbst­bewusst und resilient entgegenzutreten?

Ja wir geben zu, das klingt erst mal schrecklich. Doch wir wissen, da draußen schlummern ganz viele kreative Ideen, die wir gemeinsam in reale Projekte verwandeln können. Um unsere Stadt krisensicher und stark zu machen!